Zahnbehandlung unter Vollnarkose

Gerade bei längeren und umfangreichen Behandlungen, wie beispielsweise der Entfernung der Weisheitszähne, ist eine Vollnarkose eine gute Möglichkeit, um Zahnbehandlungen vollkommen schmerzfrei durchzuführen. Ein erfahrener Anästhesist betreut den Patienten während des gesamten Zeitraumes.

Die Vollnarkose eignet sich für eine Vielzahl an zahnmedizinischen Behandlungen. Beispielsweise lassen sich viele Menschen die Weisheitszähne unter Vollnarkose ziehen. Der Vorteil besteht darin, dass alle vier Zähne gleichzeitig entfernt werden können, während sich bei einer Behandlung unter lokaler Betäubung in der Regel zwei Sitzungen empfehlen. Auch bei umfangreichen Implantationen, prothetischen Versorgungen oder Zahnsanierungen kann eine Vollnarkose sinnvoll sein.

Der Grund: Der Zahnarzt ist dazu in der Lage, mehrere Behandlungsschritte in einem Termin zu absolvieren. Insgesamt verringert sich dadurch für den Patienten der zeitliche Aufwand.

Wie läuft die Vollnarkose beim Zahnarzt ab?

Die Narkosebehandlung beim Zahnarzt unterliegt strengen Vorschriften und Regeln, sodass die Sicherheit und Gesundheit der Patienten jederzeit gewährleistet ist. Beispielsweise führt die Narkose stets ein qualifizierter Anästhesist durch, der den Patienten auch während der Behandlung dauernd überwacht.

Heutzutage sind die Narkosemittel viel verträglicher als noch vor einigen Jahren: Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen treten deutlich seltener auf. Zudem lässt die Narkosewirkung viel schneller nach und die Patienten verbringen je nach Behandlungsdauer nur noch eine kurze Zeit in einem Aufwachraum.

Um jegliche Risiken auszuschließen, dürfen Patienten jedoch nur mit einer Begleitperson die Praxis verlassen und müssen für 24 Stunden auf das Autofahren oder Bedienen schwerer Maschinen verzichten.

Welche Vorteile hat die Vollnarkose?

Gerade Menschen, die unter einer Zahnarztphobie leiden, entscheiden sich häufig für eine Vollnarkose. Auf diese Weise bekommen sie von der Behandlung nichts mit, weder Geräusche noch Druck oder Schmerzen. Die Vollnarkose hat bei komplexeren Behandlungen jedoch auch für den Zahnarzt seine Vorteile: Der Patient ist vollkommen entspannt und das meist über mehrere Stunden hinweg. Dadurch wird es für den Zahnarzt sehr viel einfacher, die Behandlung durchzuführen.

Unter Umständen kann eine Vollnarkose eine sinnvolle Maßnahme für Kinder sein. Allerdings sollte dies vorab intensiv mit dem Anästhesisten besprochen und geplant werden.

Was zahlt die Krankenkasse?

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Vollnarkose ausschließlich bei Kindern bis zu zwölf Jahren. Außerdem bei Patienten, die unter einer Phobie leiden; ein Psychologe muss dies bestätigen. Es empfiehlt sich, dies vorab mit der Krankenkasse zu klären. Privat bezahlt kostet eine Vollnarkose zwischen 250 und 350 EUR je halbe Stunde.